• My Future: Mit Hilfe der AK Tirol vom Job-Traum zum Traum-Beruf

    Jedes Jahr sollen rund 7.000 Tiroler Schüler der siebten und achten Schulstufen die Weichen für ihre berufliche Zukunft stellen – und stehen damit vor einer Entscheidung mit weitreichenden Auswirkungen: Soll ich eine weiterführende Schule besuchen, in die Oberstufe eines Gymnasiums wechseln oder einen Lehrberuf ergreifen?

    Kostenloses Angebot.

    Eine wichtige Hilfe liefert ihnen die AK Tirol mit der „My Future“-Mappe, einer Unterlage, die von Experten speziell für den Berufsorientierungsunterricht in der 7. und 8. Schulstufe entwickelt wurde und Jugendlichen und Lehrern kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Seit 2013 konnten damit bereits mehr als 8.500 Tiroler Schülerinnen und Schüler ihre Stärken erarbeiten, praktisch erproben und letztendlich auch in der Mappe belegen.

    „Für mein Projekt habe ich ein Interview mit einem Architekten geführt. Das hat mir gezeigt, dass meine Vorstellungen von diesem Beruf ganz andere waren, und dass ich am liebsten nur zeichne“, berichtet etwa der 14jährige Stefan. Weil er seine Ergebnisse den Mitschülern vorstellte, sammelte er zusätzlich Erfahrungen in der Selbstpräsentation, die ihm bei Bewerbungsgesprächen helfen. Das alles war Anlass für Stefan, sich über den Beruf des Bautechnischen Zeichners zu informieren.

    Stärken und Ziele.

    Beispiele wie diese zeigen wohl am besten das Erfolgsrezept der AK Mappe „My Future – Schritt für Schritt zum Wunschberuf“ auf. Wie der Titel dieser besonderen Unterrichtsunterlage schon sagt, setzt sie beim ersten Schritt an, den wohl wichtigsten Fragen „Was interessiert mich?“ und „Wo kann ich meine Stärken einsetzen?“. Die Jugendlichen befassen sich mit Berufen und Berufsbildern, entwickeln aber auch ein Bewusstsein für die persönlichen Ziele.

    Zusätzlich werden die Eltern als wichtige Ansprechpersonen bei der Berufswahl in den „My Future“-Prozess miteingebunden. Derzeit benutzen rund 250 Tiroler Lehrer die AK Mappe für ihren Berufsorientierungsunterricht, und sie sind begeistert. Dieser Ruf eilt ihr außerhalb Tirols voraus, sodass laufend Anfragen aus anderen Bundesländern bei der Arbeiterkammer Tirol einlangen: Auch Schulen in Salzburg, Kärnten, der Steiermark, Vorarlberg und Niederösterreich arbeiten mit der Tiroler Mappe oder mit Teilen daraus. Im Zuge eines EU-Projektes wurde „My Future“ sogar in Deutschland, Schweden und Polen präsentiert.

    „My Future+“.

    Aufgrund des großen Erfolges laufen bereits die Arbeiten an einer Weiterentwicklung für die Polytechnischen Schulen bzw. die 9. Schulstufe. Unter dem Titel „My Future+ – Schritt für Schritt zur Berufsentscheidung“ wird die neue Version derzeit in mehreren Pilotklassen getestet.