Kampf dem Schuldenmachen schon in jungen Jahren
Junge Menschen sind Hauptzielgruppe der Werbung. Das verlangt ein hohes Verantwortungsbewusstsein beim Umgang mit Geld. Denn Schuldenkarrieren beginnen auch in Tirol häufig im Jugendalter. Immer mehr junge Menschen verschulden sich aufgrund ihres falschen Umganges mit Geld. Die AK Tirol sagt dieser verhängnisvollen Entwicklung den Kampf an und hat im Rahmen einer Aufklärungsoffensive mit dem Landesschulrat und der Schuldenberatung ein spezielles Unterrichtsfach für Schüler aller 8. und 9. Schulstufen ins Leben gerufen.
AK Präsident Erwin Zangerl: „Unter dem Titel „Schau aufs Geld“ hat die Arbeiterkammer Tirol inzwischen bereits mehr als 10.000 Schüler in insgesamt 450 Klassen in ganz Tirol über den richtigen Umgang mit Geld von Experten unterrrichtet. Auch die Eltern werden in dieses Projekt eingebunden, um einen möglichst hohen Nutzen zu erzielen.“
„Schule soll auf das Leben vorbereiten, deshalb bietet die AK den Finanz-Unterricht. Die Wichtigkeit unseres Finanz-Unterrichts ist Schülern, Eltern und Lehrern bereits von Anfang an klar“, erklärt AK Präsident Erwin Zangerl, auf dessen Initiative hin das Schulprojekt realisiert wurde. „Die Rückmeldungen von allen Seiten sind enorm positiv. Es ist uns gelungen, junge Menschen im richtigen Umgang mit Geld zu sensibilisieren. Dabei geht es unter anderem auch um die Themen Geschäftsfähigkeit, Finanzierungen, Bankgeschäfte, Handy und Internet. Die abschließende Feedback-Analyse beweist: Die Schüler können mit Geld danach viel besser und vor allem verantwortungsvoller planen.“
Junge Menschen sind der Werbung besonders ausgesetzt und für Neues leicht zu begeistern. Sie sind die Hauptzielgruppe geworden. Statt zuerst zu sparen, um sich davon etwas anzuschaffen, heißt das Motto „jetzt kaufen – später zahlen“. Die Kehrseite der Medaille: Die Konsum-Wünsche mit den eigenen finanziellen Möglichkeiten in Einklang zu bringen, fällt Jugendlichen vielfach schwer. Vor allem teure Markenartikel finden in dieser Altersschicht ihre größten Abnehmer. Das neueste Smartphone, die angesagtesten Schuhe oder die teuerste Markenkleidung gelten vielerorts als Muss, um dazuzugehören. Zangerl: „Wir wollen den Druck herausnehmen, unter dem sich viele Eltern befinden, aber auch die Schüler rechtzeitig zu einem vernünftigen Umgang mit Geld anleiten.“
! Der Finanz-Unterricht wird auch im neuen Schuljahr weitergeführt. Anmeldungen und Infos unter www.ak-tirol.com.
Hier gibt’s auch ein Video des Medienkollegs der Innsbrucker Ferrarischule zum Workshop, sowie die informative AK Broschüre „Schau aufs Geld“:
