• AK Zangerl fordert sofortigen Stopp beim Buwog-Verkauf ins Ausland Tirol verkommt zur Spielwiese für Immobilienspekulanten!

    „Der große Ausverkauf von Tirol wird noch weiter angekurbelt“, schlägt AK Präsident Erwin Zangerl Alarm. „Und die Landespolitik schaut immer noch tatenlos zu, statt endlich die nötigen Gegenmaßnahmen zu setzen. Das Land darf nicht weiter zulassen, dass ausländische Spekulanten unsere Wohnheimat übernehmen und die Preise diktieren. Warum wurden beim geplanten Verkauf der Buwog-Wohnungen nicht die Tiroler Gemeinnützigen besser eingebunden, um diesen Ausverkauf von Wohnraum ins Ausland zu stoppen?“

    Besonders empören Zangerl die jüngsten Pläne, 1.200 Buwog-Wohnungen an ein Finanzkonsortium aus Luxemburg und Liechtenstein zu verkaufen. „Diese Wohnungen wurden mit unseren Steuergeldern errichtet und sollen nun zur Spielwiese internationaler Spekulanten werden. Gerade eben haben die Tiroler Sozialpartner dem Land ein Strategiepapier zum leistbaren Wohnen vorgelegt. Aber statt endlich Nägel mit Köpfen zu machen, wird scheinbar tatenlos zugeschaut, wie ausländische Investoren den Tirolern die Wohnungen wegkaufen, statt sich ernsthaft um einen Ankauf zu bemühen.“

    Zangerl: „Spätestens mit dem anstehenden Verkauf der 1.200 Tiroler Buwog-Wohnungen an einen ausländischen Investor muss es für jedermann augenscheinlich sein, dass der Großraum Innsbruck zu einer Spielwiese für Immobilienspekulanten verkommen ist. Die kontinuierlich steigenden Wohnungspreise, verbunden mit dem begrenzten Angebot an verfügbarem Baugrund, stellen geradezu eine Einladung für Immobilieninvestoren dar. Sie erzielen zu Lasten der Tiroler Bevölkerung sicherere und höhere Renditen als bei anderen Anlageformen. Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass trotz vieler politischer Versprechen keine Besserung der prekären Situation am Tiroler Wohnungsmarkt in Sicht ist.“

    Der AK Präsident: „Bereits die Privatisierung der etwa 60.000 BUWOG-Wohnungen 2004 führte zu einem Verlust von geschätzt einer Milliarde Euro zur Lasten der öffentlichen Hand, wobei diese Einnahmen sinnvollerweise in den geförderten Wohnbau zu investieren gewesen wären. Es ist zu befürchten, dass der Verkauf der eigentlich mit öffentlichen Mitteln geförderten 1.200 Tiroler Buwog-Wohnungen die schwierige Lage am Wohnungsmarkt weiter anheizen wird. Die Langzeitfolgen sind nicht abzuschätzen.

    Aufgrund des zu geringen Angebots an leistbaren Wohnraum, haben gerade die einkommensschwächeren Tiroler Familien bereits jetzt einen Großteil ihres Familieneinkommens für das Grundrecht Wohnen zu verwenden. Die Arbeiterkammer Tirol warnt davor, dass sich die Lage ohne konkrete Gegenmaßnahmen weiter verschärfen wird. Wie die Lage in manchen deutschen Großstädten zeigt, versuchen Investoren gezielt Mieter nach dem Kauf aus ihren geschützten Mietverhältnissen zu drängen und im Anschluss daran die Wohnungen zu verkaufen oder gar die Objekte zu schleifen und gegen anlegerbegünstigende Neubauten zu ersetzen. Soweit darf es in Tirol nicht kommen.“

    Zangerl: „Die Arbeiterkammer Tirol wird die Situation für die betroffenen Mieterinnen und Mieter der Tirol Buwog-Wohnungen weiter beobachten und, im Falle eines Angriffes auf die bestehenden Mieterrechte, entsprechende Maßnahmen setzen.“