• AK Tirol fordert Konjunkturpaket vom Land zur dringend nötigen Verbesserung der Beschäftigungs-, Einkommens- und Wohnsituation

    Im Rahmen der AK Vollversammlung übergab AK Präsident Erwin Zangerl dem anwesenden LH Günther Platter eine gemeinsame Resolution der 70 Kammerrätinnen und Kammerräte aller Fraktionen mit der dringenden Forderung nach einem Konjunkturpaket für Tirol.

    Die AK Tirol verlangt in der Resolution von der Landesregierung Sofortmaßnahmen für mehr und bessere Beschäftigung, höhere Löhne und leistbares Wohnen. AK Präsident Erwin Zangerl: „Tirol braucht eine Trendwende. Die Landesregierung ist aufgerufen, umgehend Maßnahmen zu setzen, um die immer dramatischer werdende Situation bei der Beschäftigung, bei den Löhnen und beim Wohnen in Tirol zu verbessern.“

    LH Günther Platter unterstrich in seiner Stellungnahme das hohe Engagement der Arbeiterkammer Tirol, sich für die Anliegen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einzusetzen. Die Forderung nach einem Konjunkturpaket sei auch in seinem Sinne, denn Tirol brauche jetzt dringend einen Aufschwung: „Die Betriebe müssen wieder investieren und die Beschäftigten müssen sich das Leben wieder leisten können, dann sind wir gemeinsam auf einem guten Weg.“

    Gleichzeitig kündigte der Landeshauptmann an, die von der AK Tirol vorgeschlagene Aufgabenreform mit einer anschließenden Verwaltungsreform im Land bis Jahresende umsetzen zu wollen. Außerdem noch ein Offensiv-Paket bis zum Sommer, da sich die Stimmung bis dahin wieder verbessern sollte.

    Die AK Resolution „Konjunkturpaket Tirol“ wird durch eine umfangreiche Analyse über die Lage in den einzelnen Bezirken Tirols untermauert, vor allem was die Einkommen, die Arbeitslosigkeit, die Beschäftigungsmöglichkeiten, aber auch die Geburtenrate betrifft. Besonders betroffen macht die schlechte Einkommenssituation in den Regionen. So liegt etwa der Bezirk Landeck österreichweit an letzter Stelle. Nicht viel besser schaut die Lage in Bezirken Kitzbühel, Imst und Lienz aus.

    Zangerl: „All diese Daten signalisieren teilweise dramatische Entwicklungen, bei denen die Politik endlich gegensteuern muss. Weniger als die Hälfte der Tiroler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können in einer ganzjährigen Vollzeitbeschäftigung arbeiten! Im Vergleich zu anderen Bundesländern haben Tirols Arbeitnehmer monatlich oft um bis zu 300 Euro netto weniger auf ihrem Lohnkonto und das vor dem Hintergrund höchster Wohnungspreise und Lebenshaltungskosten. Besonders schlimm ist die Tatsache, dass diese Lohndiskrepanz immer weiter zunimmt, Tirol also auch bei den Einkommen laufend an Boden verliert.

    Die Resolution sowie die Bezirksanalyse mit den dramatischen Details zur Einkommens- und der Beschäftigungssituation in Tirol finden sich unter www.ak-tirol.com

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