• 25 Jahre Rechtsschutz in der AK Tirol: 225 Millionen Euro für die Beschäftigten!

    Gerechtigkeit muss sein, vor allem am Arbeitsplatz: Unter diesem Motto stehen die Arbeitsrechtsexperten der AK Tirol tagtäglich für die Beschäftigten im Einsatz. Pro Jahr verzeichnen sie rund 125.000 Kontakte mit Mitgliedern und erkämpfen 14 Millionen Euro. „In den 25 Jahren, seit die AK Tirol den kostenlosen Rechtsschutz anbietet, wurden insgesamt 225 Millionen Euro (!) für die Arbeitnehmer hereingebracht. Vorenthaltenes Geld, das sonst unwiederbringlich verloren gewesen wäre“, so AK Präsident Erwin Zangerl.

    Überstunden nicht ordentlich abgerechnet, das Entgelt nicht pünktlich am Konto, Sonderzahlungen vorenthalten, bei Krankheit rausgeschmissen: Noch immer gibt es unter den Arbeitgebern schwarze Schafe mit einem oft langen Sündenregister.

    Doch mittlerweile wissen die meisten Beschäftigten, dass sie sich mit Problemen im Beruf an die Arbeitsrechtsexperten der AK Tirol wenden können. Dass es um die Arbeitnehmerrechte leider immer noch nicht gar so gut bestellt ist, beweist die Bilanz der letzten Jahre.

    125.000 Kontakte

    Rund 125.000 Kontakte zählen die Arbeitsrechts-Profis im Schnitt pro Jahr. „Auch wenn die Zahlen für das soeben zu Ende gegangene Jahr noch nicht endgültig vorliegen, so zeigt sich dennoch der gleiche Trend“, berichtet Dr. Thomas Radner, der Leiter der Arbeitsrechtlichen Abteilung in der AK Tirol.

    Demnach haben die Beschäftigten auch im letzten Jahr erneut rund 125.000 Mal in der AK Tirol um Rat gefragt – per Telefon, per eMail, in Briefen oder in der persönlichen Beratung, in der Zentrale in Innsbruck oder in einer der acht AK Bezirkskammern. Gerade wenn der Hut brennt, etwa, weil es Fristen einzuhalten gilt, kommen viele zur Erstberatung bei den AK Juristen vorbei. Ob es dabei dann ums Sichten, Beurteilen bzw. Nachrechnen von Verträgen, Abrechnungen oder Kündigungsschreiben geht: Viele Informationen sind notwendig, damit sich die AK Profis einen umfassenden Überblick verschaffen können. Zuletzt wird in Abstimmung mit den Betroffenen die weitere Vorgangsweise festgelegt.

    14 Millionen Euro erkämpft

    Insgesamt können die Arbeitsrechtsexperten der AK Tirol im Schnitt pro Jahr rund 14 Millionen Euro für ihre Mitglieder erkämpfen. Geld, das die Mitarbeiter vorher bereits erarbeitet haben, das für sie und Ihre Familien die einzige Existenzgrundlage darstellt, und das sie ohne Unterstützung der AK womöglich nie erhalten hätten.

    Schreiben der AK haben Wirkung

    Bei Streitfällen im Arbeitsrecht nehmen die AK Juristen zunächst Kontakt mit dem Dienstgeber auf, konfrontieren diesen mit dem Problem und der rechtlichen Bewertung der AK und fordern ihn auf, die Ansprüche zu bezahlen. In mehr als 50 % der Fälle lenken die Unternehmen da schon ein.

    Außergerichtlich werden auf diese Weise pro Jahr in rund 3.520 Fällen Ansprüche von Arbeitnehmern gegen ihre meist ehemaligen Arbeitgeber geltend gemacht. Dabei wurden rund 3,4 Millionen Euro erkämpft.

    90-prozentige Erfolgsquote vor Gericht
    In 930 Fällen muss die AK im Schnitt pro Jahr für die Betroffenen vor Gericht ziehen – dies waren um 33 % mehr Fälle als im Jahr davor. Insgesamt konnte die AK durch den gerichtlichen Rechtsschutz rund 10,5 Millionen Euro an Ansprüchen für Ihre Mitglieder durchsetzen – mit einer hohen Erfolgsquote von rund 90 %.

    Fadenscheinig

    „Wenn von Unternehmerseite immer wieder argumentiert wird, das seien nur Einzelfälle im Promillebereich, dann sprechen die Summen, die die AK für die Arbeitnehmer erkämpft, übrigens seit vielen Jahren, eine ganz andere Sprache: Wir reden hier von 14 Millionen Euro in Tirol, von mehr als 200 Millionen Euro in ganz Österreich – und zwar pro Jahr! Für manche Unternehmer mögen dies nur Peanuts sein. Für die Arbeitnehmer und ihre Familien ist dieses Geld die Existenzgrundlage, die ihnen vorenthalten wird“, ärgert sich AK Präsident Erwin Zangerl über so viel Ignoranz.

    „Leider ist es ganz offensichtlich immer noch so, dass Arbeitnehmer um ihre Rechte oft hart kämpfen müssen“, so Zangerls Resümee. „Aber wer kann es sich leisten, entweder auf Geld zu verzichten, das einem zusteht, oder aber ein hohes Prozesskostenrisiko einzugehen? Genau dann steht die AK den Betroffenen mit ihren Arbeitsrechtsexperten mit Rat und Tat zur Seite, notfalls auch vor Gericht. Weil Recht ganz einfach Recht bleiben muss.“

    25 Jahre Rechtsschutz AK Tirol

    Diesen Schutz und diese Unterstützung im arbeitsrechtlichen Bereich bietet die AK Tirol ihren Mitgliedern übrigens schon seit vielen Jahren. „Die AK Tirol war mit die erste Interessenvertretung, die bereits vor 25 Jahren den kostenlosen Arbeits-Rechtsschutz eingeführt hat. In dieser Zeit hat die AK Tirol die enorme Summe von rund 225 Millionen Euro für die Beschäftigten erkämpft!“, zieht Zangerl Bilanz.

    Allerdings ist die Freude über derart stolze Erfolge nicht ungetrübt: Zeigen sie doch ganz deutlich, dass die Beschäftigten im Arbeitsleben die wirtschaftlich Schwächeren sind und dringend Schutz und Unterstützung brauchen. Ihr starker Partner dabei, ihre erste und kompetenteste Anlaufstelle bei Fragen und Problemen rund ums Arbeitsrecht ist die Arbeiterkammer Tirol.