• „Safer Internet Day“

    Laut der Jugend-Information-Multimedia Studie 2017 besitzen bereits 98 % aller Jugendlichen zwischen 14 und 15 Jahren ein eigenes Smartphone und nutzen dies nahezu täglich zur Kommunikation, Recherche, zum Musik hören, Gamen und vielem mehr. Trotz der Vorteile stehen Jugendliche mit der Nutzung moderner Technologien oft vor vielen Herausforderungen und ein sicherer und verantwortungsvoller Umgang muss gelernt werden.

    Bei Fragen zur Mediennutzung, die den sicheren Umgang mit dem Smartphone, Cybermobbing, Fake News, Sexting oder beliebte Apps wie Snapchat, Instagram oder WhatsApp betreffen, finden Eltern und Jugendliche Rat und Hilfe beim InfoEck, der Jugendinfo Tirol. Als offizielle Koordinationsstelle für Saferinternet.at in Tirol nimmt das InfoEck auch mit einem Themenschwerpunkt am Safer Internet Day 2018 teil. Bei einem persönlichen Gespräch in der Kaiser-Josef-Str. 1 in Innsbruck, telefonisch unter 0512 / 57 17 99 oder unter info@infoeck.at kann man sich jederzeit Informationen, Tipps und Ratschläge holen.

    Informationskompetenz muss gelernt werden

    Das aktuelle Tagesgeschehen, Nachrichten und Infos werden von Jugendlichen immer mehr über ihr Smartphone bezogen. Problematisch ist, dass in Netzwerken oft nicht erkennbar ist, ob es sich bei den Informationen um Stimmungsmache, bewusste Täuschungen und Falschmeldungen oder um qualitativ hochwertig recherchierte Information handelt. Um Jugendliche nachhaltig auf eine bewusste Mediennutzung vorzubereiten, bedarf es auch der Unterstützung der Eltern im Alltag.

    · Vorbildwirkung: Seien Sie mit ihrer eigenen Mediennutzung ein Vorbild. Zeigen Sie an Beispielen, wie Gerüchte im Netz entstehen. Viele aktuelle Meldungen zu Fake News und Informationen dazu finden Sie unter www.mimikama.at

    · Informationskompetenz: Zeigen Sie den Jugendlichen, wie Sie Quellen kritisch beurteilen. Informieren Sie sich über kinderfreundliche Suchmaschinen, wie www.frag-finn.de oder www.helles-koepfchen.de

    · Kommunikation: Ist man selbst betroffen, erklären Sie, wie Falschmeldungen, Phishing-Mails oder Kettenbriefe funktionieren. Viele Informationen dazu finden Sie unter www.saferinternet.at

    Im passenden Workshop zum Thema „Lost in Information?“ lernen Jugendliche Fakten von Fake News zu unterscheiden sowie Quellenkritik, Nutzungsrechte und Bildrechte kennen. Informationen zum Ablauf, Kosten und Buchungsmöglichkeiten bekommen sie unter www.mei-infoeck.at

    Prävention vor Gewalt und pornografischen Inhalten

    Jugendliche kommen auch oft mit problematischen Inhalten, speziell mit unerwünschter Werbung, Gewalt und Pornografie ungewollt in Kontakt. Auch die Verbreitung von expliziten Fotos kann eine Gefahr darstellen und sogar strafrechtliche Konsequenzen für die Jugendlichen, aber auch für die Eltern zur Folge haben. Auch hier gilt: Aufklärung und Informationskompetenz fördern.

    · Präventives Handeln: Wenn Sie vor dem Anlassfall gute Aufklärungsarbeit leisten, können viele Probleme bereits im Vorfeld vermieden werden.

    · Gemeinsame Regeln: Vereinbaren Sie gemeinsame Regeln bezüglich der Nutzungsdauer, der Veröffentlichung von Fotos, Videos und anderer Informationen.

    · Interesse zeigen: Lernen Sie mit den Jugendlichen gemeinsam die verschiedenen Apps und Einstellungen kennen.

    · Rechtliche Aufklärung: Informieren Sie Jugendliche über rechtliche Konsequenzen, speziell im Bereich Kinderpornografie, Diskriminierung und Gewalt.

    Die Experten der AK Tirol helfen bei Gaunereien und Kostenfallen im Internet

    Bei Rechtsproblemen, Kostenfallen, Gaunereien, Vertragsklauseln, Tarifen und Vertragsänderungen, Rücktrittsrechten und Haftungsfragen helfen die Konsumentenschützer der AK Tirol in Innsbruck unter Tel. 0800/22 55 22 – 1818 oder konsument@tirol.com und in allen Bezirken gerne weiter.

    Beispiele

    Zu den häufigsten Problemfällen zählen die sogenannten „Content Dienste“, das sind angeblich online via Handy abgeschlossene Verträge, die über die Telefonrechnung abgerechnet werden. Sehr häufig stecken aber Gaunereien hinter den Forderungen

    Fake-eMails mit Schadsoftware im Anhang oder Link sollen Konsumenten dazu verleiten, das der eMail angehängte Attachment auf dem Computer zu installieren. Dadurch kann unter Umständen auch ein Virenscanner umgangen werden. Die Schadsoftware spioniert sensible Nutzer-Dateien aus oder legt Funktionen lahm. Bekannt sind etwa eine gefälschte Post- oder DHL-Versandbenachrichtigung, „A1“-Online-Rechnung, „Amazon“-Bestellbestätigung, Programm-Update für „Adobe Flash Player“ oder „Windows 10“ sowie Zahlungsaufforderungen der „Telekom Deutschland GmbH“, „GiroPay GmbH“ oder „Online24 Pay AG“. Die kritischen eMail-Anhänge sind meist Zip-, EXE- oder PDF-Files oder Links zu Webseiten.

    Nicht minder gefährlich sind Phishing(„Password-Fishing“)-Nachrichten, in denen Konsumenten zur Angaben sensibler Nutzerdaten aufgefordert werden. Hierzu gehören gefälschte eMails von Banken, „paypal“ oder auch A1, in denen eine Sperre oder Beschränkung des Kundenkontos angedroht wird und eine Eingabe des Nutzers angeblich dringend erforderlich sei.

    Weitere Probleme hatten Konsumenten mit unklaren Forderungen von „Austria Domain Hosting“ oder „luxstyle.at“ für eine angebliche Dienstlungen bzw Einkäufe, die einer rechtlichen Prüfung nicht standhielten. Auch Dating-Portale und andere Webseiten, bei denen eine Registrierung erforderlich ist, sind häufig problematisch, wenn die Kosten im Kleingedruckten versteckt sind und gesetzliche Informationspflichten nicht eingehalten werden. Solche Forderungen konnten vielfach erfolgreich bekämpft werden.

    AK Tipps, damit Sie nicht „draufzahlen“

    · Rechtliche Grundsätze beachten: Jede Forderung muss auf einem Rechtsgrund beruhen, den das Unternehmen genauso wie auch die Einhaltung gesetzlicher Informationspflichten im Zweifel nachzuweisen hat. Das bloße Anklicken eines Links in einer eMail oder Facebook-Nachricht allein begründet sicher keinen gültigen Vertrag.

    · Unklare Forderungen in der Telefonrechnung binnen drei Monaten beim Telefonanbieter beeinspruchen. Wenn das nichts hilft, sollte ein Schlichtungsverfahren bei der RTR (www.rtr.at) eingeleitet werden. Hier kann man zusätzlich veranlassen, dass die Fälligkeit der Telefonrechnung so lange gehemmt wird, bis die Überprüfung abgeschlossen ist, was insbesondere bei hohen Rechnungsbeträgen sinnvoll ist.

    · Hinterfragen Sie, ob bestimmte Nachrichten tatsächlich plausibel und glaubwürdig sind. Bewahren Sie sich eine gesunde Skepsis gegenüber allzu verlockenden Angeboten und fragwürdigen Nachrichten!

    · Öffnen Sie keine eMails und insbesondere keine Anhänge von unbekannten Absendern, reagieren Sie auf keine nicht nachvollziehbaren Zahlungsaufforderungen. Löschen Sie solche Nachrichten.

    · Sollten Sie aus Neugier, Verunsicherung oder aus Versehen bereits eine gefälschte Nachricht geöffnet haben, führen Sie mit einem Virenschutzprogramm einen Scan durch.

    · Folgen Sie keinen Aufforderungen, Ihre Bank- oder sonstigen Zugangsdaten bekanntzugeben. Um zu Bank-, „paypal“- oder sonstigen Konten zu gelangen, klicken Sie keine Links in verdächtigen eMails an. Im Zweifel kontaktieren Sie Ihre Bank über eine Ihnen schon bekannte Telefonnummer oder Kontaktperson.

    · Folgen Sie keinen Aufforderung zum Software-Update ohne Prüfung über die offiziellen Websites oder die Einstellungen des eigenen Computers.

    Aktuelle und umfassende Informationen zu Gaunereien im Internet findet man auf der Seite www.watchlist-internet.at, die auch von der AK unterstützt wird.