• AK Tirol verlangt Untersuchungsausschuss zum Verkauf der Tiroler Buwog-Wohnungen

    „Der Verkauf von 1.150 Buwog-Wohnungen an einen ausländischen Investor ist ein trauriges Zeichen dafür, wie wenig durchdacht die Wohnungspolitik in Tirol abläuft“, betont AK Präsident Erwin Zangerl. „Damit hat das Land Tirol 2016 eine einmalige Chance verpasst, wertvollen Wohnraum für die Bevölkerung zu sichern!“ Vor allem der Erwerb der 750 Buwog-Wohnungen in Innsbruck wäre aufgrund des knappen verfügbaren Baulands in der Landeshauptstadt unabdingbar gewesen und angesichts explodierender Wohnkosten und akuter Wohnungsnot der richtige Ansatz für den Start einer Wohnungsoffensive.

    Neben anderen Interessenten hatte sich zwar die Neue Heimat Tirol um die Übernahme der Wohnungen bemüht. Schlussendlich machte jedoch das Immobilienkonsortium mit Sitz in Luxemburg mit seinem Angebot von 120 Millionen Euro das Rennen. Pro Wohnung flossen im Schnitt also rund 100.000 Euro.

    Zangerl: „Für die AK Tirol stellt sich die Frage, warum das Land Tirol nicht mehr unternommen hat, um dieses wertvolle Bauland zu erwerben und für die künftige Schaffung von leistbarem Wohnraum vorzusorgen.“ So hätten beipielsweise auch mehrere Gemeinnützige Wohnbauträger, auf die ja das Land wesentlichen Einfluss hat, gemeinsam mitbieten können.

    Deshalb fordert die 172. AK Vollversammlung die im Tiroler Landtag vertretenen Parteien und die Landtagsabgeordneten auf, aktiv zu werden und einen Untersuchungsausschuss einzusetzen, der diese Frage klären soll.