• Wird die Brennermaut für Lkw gesenkt, fordern wir die Aufhebung des Luft-Hunderters!

    Die neue Mauttarifverordnung ist für die AK Tirol untragbar. So würden alle Bemühungen um eine Reduktion der Transitbelastung unterlaufen. „Deshalb werden wir die Verordnung, die uns zur Begutachtung vorgelegt wurde, auch ausdrücklich ablehnen“, betont Zangerl.

    „Das wäre ein Schildbürgerstreich besonderer Güte“, ist AK Präsident Erwin Zangerl fassungslos. „Da kämpft Tirol seit Jahrzehnten um Maßnahmen, mit denen die Belastungen durch den Schwerverkehr sinken. Da werden Unsummen in den Brennerbasistunnel und in die Förderung der Rollenden Landstraße gepumpt. Aber mit der Mauttarifverordnung für 2016 sollen all diese Anstrengungen mit einem Federstrich zunichte gemacht werden.“

    Der AK Tirol als Interessenvertretung wurde der Entwurf zur neuen Mauttarifverordnung vom Ministerium zur Begutachtung und für eine Stellungnahme vorgelegt. Demnach soll die Lkw-Maut auf der A13 Brennerautobahn mit 2016 für alle Klassen und unabhängig von der Achsenzahl um 24 % gesenkt werden.

    Ein Beispiel: Ein 4-achsiger Lkw der Schadstoffklasse EURO VI muss für die Strecke von Innsbruck-Amras bis zum Brenner derzeit 49,59 Euro Maut entrichten, mit 2016 würde diese auf 37,86 Euro sinken.

    Die Folgen wären dramatisch: Wenn ausländische Frächter noch günstiger durchs Land fahren können, bedeutet dies noch mehr Lärm und noch mehr Verkehr für die Tiroler Bevölkerung. „Deshalb spricht sich die AK Tirol entschieden gegen diese neue Mauttarifverordnung aus“, betont AK Präsident Zangerl. „Sollte sie dennoch in Kraft treten, verlangen wir umgehend die Aufhebung des Lufthunderters, also der Fahrverbote nach dem Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L), weil diese dann ja ad absurdum geführt werden.“