Land soll Arbeitnehmer-Fonds einrichten
Eine Krankheit, der Verlust der Arbeit: Rasch kann man unverschuldet vor den Scherben seiner Existenz stehen. Hier muss das Land gegensteuern, ist die AK Tirol überzeugt. Bei der 168. Vollversammlung fordert sie das Land Tirol einstimmig auf, einen Arbeitnehmer-Fonds einzurichten und angemessen zu dotieren.
„Die Zeiten werden rauer, das spüren die Tiroler Arbeitnehmerfamilien immer stärker. Denn sie sind es, die im Alltag mit der immer größer werdenden Kluft zwischen niedrigen Einkommen in Tirol und hohen Wohnkosten irgendwie zurecht kommen müssen“, betonte AK Präsident Erwin Zangerl bei der 168. Vollversammlung der AK Tirol.
Die AK Tirol beobachtet mit Sorge, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer öfter unverschuldet in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Eine schwere Krankheit oder der plötzliche Verlust des Arbeitsplatzes können jeden treffen. Und plötzlich können Kredite für Eigenheim oder Eigentumswohnung nicht mehr bedient oder nach einer Delogierung nicht einmal die Ausgaben für Miete und Einrichtung bezahlt werden.
„Wir brauchen dringend einen Notfallfonds, der Arbeitnehmer in solchen Situationen unterstützt – schon aus Gründen der Verteilungsgerechtigkeit“, erklärt der AK Präsident. Deshalb fordert die Vollversammlung der AK Tirol das Land auf, einen Arbeitnehmer-Fonds einzurichten und diesen gemessen an der Anzahl der Arbeitnehmer und deren Familien zu dotieren.
