• Schluss mit der Diskriminierung der Einheimischen

    AK Präsident Erwin Zangerl ist verärgert: „Da gab es bereits das negative Beispiel der Loipentarife in Seefeld, das wir aufgezeigt haben, jetzt wird doch glatt von einem Tourismusverband (TVB Paznaun-Ischgl) ein Konzert beworben, für das Konzertkarten nur in Verbindung mit einer Gästekarte der Region Paznaun-Ischgl erhältlich sind. Das heißt, dass alle Tiroler, die nicht in der Region nächtigen und damit auch keine Gästekarte vorweisen können, gar keine Konzertkarten kaufen können. Hier wird von einem Tourismusverband bei einem Event die einheimische Bevölkerung ausgeschlossen und eine „Exclusivveranstaltung für Touristen“ abgehalten. Wir Tiroler fühlen uns bald als nicht mehr erwünschte Gäste im eigenen Land“, so der AK Präsident.

    Megastar vor Megakulisse: Am 3. Mai 2014 um 13 Uhr tritt Robbie Williams beim legendären Top of the Mountain Concert in Ischgl auf der Idalp in 2.300 Metern Höhe auf, so die Bewerbung des Tourismusverbandes auf der Homepage. Aber dann kommt das „dicke Ende“: Konzertkarten sind nur erhältlich in Verbindung mit einer Gästekarte der Region Paznaun – Ischgl. „Ein 2-Tages-Skipass/3-Tages-Skipass, welcher nur mit Gästekarte des TVB Paznaun – Ischgl bzw. Samnaun erhältlich ist, und das Konzert am 3. Mai beinhaltet, ist für 125 Euro/135 Euro erhältlich“.

    Somit ist klar: Ohne Gästekarte der Region Paznaun/Samnaun sind keine Konzertkarten erhältlich – Tiroler werden von dieser Veranstaltung daher grundsätzlich ausgeschlossen. Bei dieser Vorgangsweise fühlen sich wohl alle Tiroler verschaukelt.

    AK Präsident Zangerl fordert das Land Tirol auf, im Rahmen seines Wirkungsbereiches einzugreifen und derartige Praktiken umgehend abzustellen. „Solchen Veranstaltungen, bei denen Einheimische diskriminiert werden, darf gar keine Genehmigung mehr erteilt werden. Wo kommen wir hin, wenn wir als Einheimische von einzelnen Tourismusverbänden immer öfter beim Preis benachteiligt werden. Es ist skandalös, dass gerade die Tourismusverbände und Tourismusregionen, mit hunderten Millionen an Steuergeldern für den Ausbau der Infrastruktur und zig Millionen an Tourismusabgabe von uns allen gefördert und finanziert werden, und auf der anderen Seite die Einheimischen immer häufiger als unerwünschte Gruppe behandelt werden. Das Land ist aufgefordert, diese Entwicklung abzustellen.“