• Achtung Kostenfalle! AK Tirol warnt vor Mitteilung einer „SEPA Software Alliance LLP“

    Immer wieder wird versucht, Konsumenten mit irreführend gestalteten Schreiben oder Mitteilungen zu täuschen“, warnt AK Präsident Erwin Zangerl, dubiose „Angebote“ vorschnell zu unterschreiben bzw. ungeprüft zurückzusenden.

    Diese Problematik ist schon seit längerem im Bereich von Branchenbucheinträgen bekannt und sorgt immer wieder für Ärger. Betroffen von derart dubiosen Mitteilungen sind insbesondere auch Unternehmensgründer.

    Aber Achtung: Forderungen über mehrere Hundert Euro können Folge von unüberlegten Unterschriften sein.

    Aktuellster Fall ist ein irreführendes Schreiben der Firma „SEPA Software Alliance“. Diese Mitteilung vermittelt vorab den Eindruck, dass mit dem Endtermin für die Umstellung auf SEPA (Single Euro Payments Area, also die Vereinheitlichung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs in Europa) zum 1.2.2014 ein Formular ausgefüllt zurückgesandt werden soll, um damit am vereinheitlichten europäischen Zahlungsverkehrsraum teilnehmen zu können.

    Der eigentliche Grund dieses Schreibens wird erst im Kleingedruckten klar: Die Firma will offenbar eine „SEPA-Software“ verkaufen, und zwar zum nicht unerheblichen Betrag von 690 Euro netto. Weiters ist „im Kleingedruckten“ ersichtlich, dass der Vertrag rechtzeitig gekündigt werden muss, weil er sonst zu gleichen Konditionen stillschweigend verlängert wird. Das heißt, dass es dann womöglich noch teurer werden kann.

    Noch ein wichtiger, in diesem Zusammenhang zu erwähnender Punkt: Es soll offensichtlich auch zeitlich Druck auf die Adressaten ausgeübt werden, indem beispielsweise in Mitteilungen, datiert mit 5.11.2013, um Rücksendung des unterschriebenen Formulars bis 6.11.2013 (somit bereits spätestens am nächsten Tag) aufgefordert wird. Gerade in solchen Fällen besteht die Gefahr von voreiligen bzw. unüberlegten Unterschriften bzw. Vertragsabschlüssen. Ebenso ist das Schreiben als „Erinnerung“ tituliert, obwohl davor keine derartige Mitteilung verschickt wurde.

    AK Tipp:

    Sämtliche Mitteilungen bzw. „Angebote“ (siehe Beispiel SKMBT_36313110713300) – gerade auch solche, die per Fax versandt werden – vorab genau prüfen und keinesfalls vorschnell unterschreiben!

    Bei Fragen und Problemen mit dubiosen Mitteilungen helfen die Konsumentenschützer der AK Tirol unter 0800/ 22 55 22 – 1818.