• Wer gesünder lebt, kauft näher ein!

    In der heutigen Zeit geht bei den Konsumenten allmählich mehr und mehr das Bewusstsein für die Wertigkeit von Nahrungsmitteln verloren. Immer öfter wird „Familiennahrung“ altersgerecht verkauft und beworben und führt so zu einer (un-)bewussten Änderung unserer Essgewohnheiten und somit vermehrt zum Griff nach (anerzogenen) Mogelpackungen.

    Ernährungsexpertin Mag. Angelika Kirchmaier hat dazu durch anschauliche Beispiele gezeigt, was beispielsweise alles (legal) Inhalt solcher Produkte sein kann und was Indikatoren zum Erkennen dieser „Zusätze“ sein können. Im Kleingedruckten scheinen oft Nahrungsmittelergänzungen auf, die den Erwartungen der Konsumenten nicht gerecht werden. Hier werden meist billigere Dickmacher, Aromastoffe, Geschmacksverstärker bzw. –zerstörer, den qualitativ wertvolleren und dadurch auch teureren Bestandteilen vorgezogen.

    Höchst interessant waren auch die einfach und auch anschaulich dargestellten Möglichkeiten hochwertige Produkte selbst herzustellen. Vom schnell selbstgemachten Brot, bis hin zum „zusatzfreien“ Vanillepudding, hat die Expertin „xunde“ Alternativen präsentiert.

    Im Anschluss referierte Kammervorstand Fritz Gurgiser auch über die oft sehr langen Transportwege der Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände und von den oft dubiosen Machenschaften mancher Unternehmen. Insbesondere erinnerte er daran, dass der Konsument König ist und Qualität nicht gleich teuer sein muss. In gewohnt anschaulicher Weise vermittelte er den Zuhörern, dass Regionalität nicht nur meist gesünder bedeutet, sondern auch volkwirtschaftliche Vorteile mit sich bringt, wenn Lohnnebenkosten im Land bleiben.

    Frei nach dem Motto „Red ma ins z´amm“ wurde anschließend bei der Verkostung regionaler Produkte noch so manche Frage beantwortet und hat so der informative Abend auch „XUND“ geendet.

    Neben den Vortragenden konnte vom Bezirkskammerleiter auch Kammerrat Karl-Heinz Eigentler zu dieser Veranstaltung begrüßt werden.